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Freitag, 03. September 2010, 09:47 Uhr

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Der NABU Bochum bietet Ihnen auf seiner Webseite aktuelle Nachrichten, Termine, Fotoalben, Links und vieles andere mehr.

Die nächsten Termine

04.09.2010, 12:00 Uhr
Tag der offenen Tür im Tierschutzhof im Ruhrtal
05.09.2010, 11:00 Uhr
Umweltfest in Recklinghausen
06.09.2010, 19:30 Uhr
Beiratssitzung

Aktuelle Nachrichten

Lebensraum Autobahn

Schon um 8:30 Uhr, also vor dem großen Ansturm zum "Still-Leben" auf der A40 trafen sich am 18. Juli rund 70 Fachleute in 10 Abschnitten, um die Gunst des Tages zu nutzen und die natürliche Artenvielfalt an diesem nicht ganz so natürlichen und sonst...

Neue NAJU-Kindergruppe erforscht den Wattenscheider Südpark

Was es wohl alles im Südpark zu entdecken gibt? Auf welche spannenden Tiere und interessanten Pflanzen werden wir wohl stoßen? Diesen Fragen gingen am Mittwoch, den 09. Juni, die Kinder der neuen NAJU-Gruppe auf den Grund. Doch bevor die Erkundung so richtig starten...

Kartierungsaktion zu Still-Leben A40

Liebe NABU-Freunde in Bochum!

Viele werden es über die Medien oder andere Programmhinweise mitbekommen haben: Am 18. Juli wird die A40 komplett gesperrt unter dem Motto Still-Leben Ruhrschnellweg zur größten Tafel der Welt. Der NABU Bochum will sich an einer...

Die Kindergruppe des NABU Bochum

Vogelfestival 2010

Das Festival für alle Vogel- und Naturfreunde bietet zwei Tage lang ein buntes Programm für Einsteiger und Kenner, für die ganze Familie!

Mehr Infos im Flyer oder unter www.vogelfestival.de

Naturbegegnungen im Ruhrgebiet

Die NABU-Verbände DortmundDuisburg, Ennepe-Ruhr-Kreis, Herne,  Essen/Mülheim, Unna, Recklinghausen und Bochum haben wieder einen gemeinsamen Veranstaltungskalender herausgebracht. 

Sie können diesen Flyer bei Ihrem regionalen Ansprechpartner erhalten oder hier als PDF-Datei downloaden.

Wer kennt den Ruf der Steinklinke?

NABU Bochum sucht die Geburtshelferkröte

Steinklinke, nur die wenigsten Menschen werden heute noch wissen, wer sich hinter diesem volkstümlichen Namen verbirgt. Etwas geläufiger ist zumindest älteren Menschen noch der Begriff "Glockenfrosch", der das gesuchte Tier schon etwas näher beschreibt. Dabei handelt es sich eigentlich nicht um einen Frosch, sondern um die nur etwa 5 cm große, unscheinbar braun-grau gefärbte Geburtshelferkröte.

Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans), Foto: Christian Fischer

Die Tiere sind nachtaktiv und leben sehr versteckt, so dass man sie nur selten zu sehen bekommt. Sie machen jedoch zwischen April und Juli durch ihren "glockenhellen" Ruf – ein melodischer, kurzer Pfeifton – auf sich aufmerksam. Diesem charakteristischen Paarungsruf und der Art ihrer bevorzugten Versteckplätze in Siedlungsnähe, nämlich Steinhaufen, alte Bruchsteinmauern oder auch locker aufliegende Gehwegplatten, verdankt die Art den Namen "Steinklinke". Der Paarungsruf wird übrigens von Männchen und Weibchen geäußert. Er ist vor allem in der Abenddämmerung, gelegentlich aber auch am Tage zu hören.

Im Stadtgebiet von Bochum ist die Geburtshelferkröte nur noch selten anzutreffen. Viele frühere Vorkommen im Bochumer Süden sind in den letzten Jahren erloschen. Fast in allen Fällen ist der Verlust des Lebensraums die Ursache. Ein Trend, der auch in anderen Landesteilen Nordrhein-Westfalens beobachtet wird. Die Geburtshelferkröte ist deshalb auch in der neuen Roten Liste von NRW aufgeführt worden. Es gibt nur noch wenige individuenreiche Vorkommen, das nördlichste liegt schon fast an der nördlichen Verbreitungsgrenze Westfalens im NSG Blumenkamp im Stadtteil.

Um noch alle in Bochum vorhandenen Population zu finden, führt der NABU Bochum in diesem Jahr eine Bestandaufnahme der Geburtshelferkröte im Bochumer Stadtgebiet durch. Die Ergebnisse sollen später dazu dienen, Vorschläge zur Verbesserung der Landlebensräume und Laichgewässer machen zu können und auch als NABU selbst Schutzmaßnahmen durchführen. Oft kommt die Geburtshelferkröte ganz in der Nähe des Menschen in Steingärten oder Natursteinmauern vor. Neben unserer eigenen Suche, sind wir deshalb auf Hinweise von Bürgern angewiesen: Wo ist der Ruf der Geburtshelferkröte in Bochum noch zu hören? Die Geschäftsstelle des NABU Bochum nimmt gerne Ihre Hinweise entgegen! (Telefon 0234 / 5 47 47 00 oder Mail an info(at)nabu-bo.de)

Der deutsche Name "Geburtshelferkröte" geht auf das ungewöhnliche Fortpflanzungsverhalten der Art zurück. Die Paarung findet nicht im Wasser, sondern an Land statt. Dabei wickelt sich das Männchen die befruchteten Eischnüre um die Hinterbeine und trägt diese mehrere Wochen mit sich herum. Es sucht erst dann ein geeignetes Laichgewässer auf, wenn die Kaulquappen aus den Eiern schlüpfen. Dieses Verhalten ist für Froschlurche in Mitteleuropa einmalig.

Die Kaulquappen sind beim Schlupf deutlich größer und weiter entwickelt als die Larven anderer Froschlurche. Sie überwintern häufig im Wasser, wachsen dann zu einer auffälligen Größe von bis zu 8 cm heran und gehen erst im Folgejahr als junge Kröten an Land. Die nördliche Verbreitungsgrenze der Art verläuft innerhalb Deutschlands quer durch Nordrhein-Westfalen. Die Geburtshelferkröte ist in unserem Bundesland überwiegend im Bereich der Mittelgebirge vertreten.

Weitere Infos bei Wikipedia und beim NABU.

Neue Nisthilfen für Bochumer Schleiereulen

Im Einsatz: Maria Vedder, Ulrich Budszuhn, Mathias Krisch und der Landwirt Herr Westerhoff

Seit Mitte November sind die Eulenschützer des NABU Bochum gut beschäftigt. Nach einem öffentlichen Aufruf im vergangenen Jahr, haben sich zahlreiche Bürger gemeldet, die bereit wären, eine Nisthilfe für Schleiereulen an ihrem Haus oder geeigneten Nebengebäuden installieren zu lassen.

In den anschließenden Wochen wurde nach einem telefonischen Vorgespräch mit den verbliebenen Interessenten mit aussichts­-reichen Bedingungen für Schleiereulen ein Besichtigungstermin ausgemacht.

Am Ende waren es zehn Gebäude, zumeist im ländlicheren Außenbereich von Bochum, die nach dieser zeitaufwendigen Sichtungsphase übrig blieben für eine Nistkasten-Installation. Die Nisthilfen mussten zum großen Teil für die Standorte gebaut oder sogar teilweise speziell angepasst werden. Vor Beginn der Brutsaison sind sieben der insgesamt zehn Kästen an Ort und Stelle angebracht.

Die Ornithologen des NABU Stadtverbandes sind gespannt, welche schon in diesem Jahr für die Brut angenommen werden. Noch lässt sich nicht genau sagen, wie sich der Winter auf den Bestand der Schleiereulen ausgewirkt hat. "Uns Menschen kam der Winter zwar sehr lang vor, aber den ganz starken und langen Frost und auch eine hohe Schneedecke gab es nicht, so dass die Nahrungssituation wahrscheinlich nicht ganz so dramatisch für die Eulen war", sagt Mathias Krisch, Vorsitzender des NABU Bochum.

Das ganz besondere Geschenk

Verschenken Sie eine Mitgliedschaft im NABU!

Sie möchten einem Natur- und Tierliebhaber etwas schenken und gleichzeitig damit etwas Gutes für den Erhalt und Schutz unserer Natur und Umwelt tun? Ihr Geschenk soll sinnstiftend, nachhaltig und damit etwas „anders“ als andere Geschenke sein? Dann verschenken Sie doch eine Mitgliedschaft im NABU! Egal ob zeitlich befristet (für ein Jahr) oder bis auf Widerruf - der Beschenkte wird sich sehr freuen.