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Kreuzkröte - Bufo calamita
Merkmale
Adulte: Größe der Männchen 40 bis 70 mm, Weibchen 50 bis 80 mm. Rücken auf hellerem Grund braun- oder olivfarben marmoriert. Hautoberfläche ist trocken und warzig. Die großen Warzen sind manchmal rot. Über den Rücken zieht sich meist eine dünne gelbe Längslinie. Körper gedrungen, Kopf nach vorne stark abfallend, Schnauze gerundet, Pupille waagerecht elliptisch, Iris zitronengelb bis grünlich. Mit ihren kurzen Hinterbeinen hüpft die Kreuzkröte nicht, sondern läuft mausähnlich.
Paarungsrufe bestehen aus Rufserien und lassen sich als metallisch lautes Rätschen mit "ärr .. ärr .. ärr" umschreiben. Die Männchen rufen oft im Chor. Kreuzkrötenrufe sind über 2 Kilometer weit zu hören. Die Rufe sind von weitem mit denen des Ziegenmelkers zu verwechseln.
Laich: Zweireihige Laichschnur am Gewässerboden liegend (meist länger als 100 cm), Eizahl 2.800 – 10.000 Eier schwarz.
Larven: Sind ähnlich denen der Erdkröte, haben jedoch nach Entwicklung der Hinterbeine einen hellen "Kehlfleck". Gesamtlänge bis 36 mm.
Lebensraum und Verbreitung
Die Kreuzkröte ist eine Pionierart trockenwarmer Lebensräume in Gebieten mit lockeren und sandigen Böden. Voraussetzung für das Überleben der Kreuzkröte sind offene, vegetationsarme bis freie Flächen mit ausreichenden Versteckmöglichkeiten als Landlebensraum sowie weitgehend vegetationsfreie Gewässer (so genannte Temporärgewässer) als Laichplätze.
Besiedelt werden in Bochum hauptsächlich, Bergbaufolgeland-schaften, Deponien, Brachen, Baugelände, sowie Ruderalflächen im menschlichen Siedlungsbereich. Die Art kann in ganz Bochum vorkommen, ist aber durch Zerstörung der Landlebensräume und das Verschwinden von geeigneten Laichgewässern stark zurückgegangen.
Fortpflanzung
Laichzeit von März bis August, Rufe sind bis zu 2 km weit hörbar
Gefährdung
Fehlen geeigneter Laichgewässer und Landlebensräumen durch Sukzession und Rekultivierung von Brach- und Ödland, Renaturierung und Wiederbegrünung von Abraumhalden und Deponien.