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Der NABU Bochum bietet Ihnen auf seiner Webseite aktuelle Nachrichten, Termine, Fotoalben, Links und vieles andere mehr.
Die nächsten Termine
05.02.2012, 10:00 Uhr
Wintergäste am Stausee06.02.2012, 19:30 Uhr
Monatstreffen16.02.2012, 16:15 Uhr
Treffen der NABU-KindergruppeAktuelle Aktion
Der NABU empfiehlt: Schalten Sie Kohle- und Atomkraft ab! Jetzt zu Ökostrom wechseln!
Der NABU ist Träger des bundesweiten Aktionsbündnis „Atomausstieg selber machen!“. Wir emfehlen den persönlichen Atomausstieg durch Wechsel zu einem Anbieter, der ausschließlich grünen Strom liefert, unabhängig von den großen Energiekonzernen ist und bundesweit allen Stromkunden zur Verfügung steht. Die NABU-Bundesgeschäftsstelle bezieht den Strom von der Naturstrom AG, einem der vier von „Atomausstieg selber machen!“ empfohlenen Ökostrom-Anbieter.
Mehr Infos beim NABU, Stiftung Warentest , Grüner Strom Label e.V. und atomausstieg-selber-machen.de.
Aktuelle Nachrichten
Tag der offen Tür im Tierschutzhof
Am 10. September 2011 fand zum zweiten Mal im Tierschutzhof Ruhrtal e.V. ein Tag der offenen Tür statt. Die Leiter und Gründer des Vereins Herr und Frau Kaiser haben viele Gäste eingeladen, um diesen Tag gemeinsam zu gestalten. Es konnten von 11 bis 17 h...
Birdwatchday auf dem Kalwes
Bei strahlendem Herbstwetter beobachteten 14 Vogel- und Naturfreunde auf dem Kalwes in Bochum-Querenburg unter fachkundiger Leitung von Claus Sandke sowohl den Zug der Vögel gen Süden als auch unsere Standortvögel. Das warme und sonnige Wetter hält die Vögel noch davon...
Spätsommer im Bövinghauser Bachtal
Ein Spätsommertag wie aus dem Bilderbuch erwartete am vergangenen Sonntag die gut 20 Naturfreunde, die sich mit dem NABU Bochum zu einem naturkundlichen Spaziergang ins Bövinghauser Bachtal trafen. Besonders die landschaftlichen Besonderheiten und die ökologischen...
YOUTH OPEN 2011
Am 24. September, am Weltkindertag 2011, nahm die NAJU (Naturschutzjugend) Bochum bereits zum zweiten Mal an den „Youth Open“ in Bochum auf dem Husemannplatz teil. Die Youth Open in Bochum feierten ihren fünften Geburtstag. An diesen fünften „Youth Open“...
Geo-Tag der Artenvielfalt
NSG Tippelsberg/Berger Mühle in Bochum-Bergen am 23. und 24.07.2011 Trotz des überaus lausigen Wetters am diesjährigen GEO-Tag in Bochum-Grumme ist es den tapferen Mitstreitern gelungen, immerhin insgesamt 542 Arten zu finden, darunter 286 Farn- und...
Arbeitseinsatz: Streuobstwiese Eppendorf
Hallo aktive NABU Mitglieder und - Helfer,
der nächste Pflegeeinsatz auf der
Obstwiese Eppendorf ist am 4.02.12, Treffpunkt um 10:30 Uhr am Heimatmuseum Eppendorf, Engelsburgerstr. 9.
Damit ich die Arbeiten besser planen kann, bitte ich um kurze Rückmeldung.
Rückmeldungen oder Fragen zur Obstwiese bitte direkt an mich …
Gruß Mathias Krisch
Kreuzfahrtschiffe müssen sauber werden!

Am 22. September des letzten Jahres startete der NABU eine Kampagne für eine saubere Kreuzschifffahrt. Denn bereits ein einziges Kreuzfahrtschiff stößt auf einer Kreuzfahrt so viele Schadstoffe aus wie 5 Millionen Pkw auf gleicher Strecke.
Nach der Havarie der «Costa Concordia»fordert der NABU ein Schwerölverbot für Kreuzfahrtschiffe auch im Mittelmeer.
Umweltvorgaben für die Schifffahrt haben sich über die vergangenen Jahrzehnte nur schwerfällig entwickelt - nicht zuletzt aufgrund des Widerstands der Schifffahrtsbranche. Schluss mit der Luftverpestung in unseren Häfen und auf hoher See!
Mehr zur Kampagne auf www.nabu.de/kreuzfahrtschiffe
Die „Stunde der Wintervögel“ 2012
Bundesweite Mitmachaktion vom 6. bis 8. Januar 2012. Mehr Infos dazu auf den Seiten des NABU NRW.
Und zum Abschluss am Sonntag, 08.01.2012, 10:00 Uhr:
Frühstücksbrunch mit Vogelbeobachtung am NABU-Haus im Höntroper Südpark.
Die häufigsten Wintervögel plus einige „Spezialfälle“ auf einen Blick: Von der Amsel bis zum Zaunkönig.
NABU Bochum hat nun über 500 Mitglieder
Im letzten Quartal des Jahres 2011 hat der NABU Bochum die magische Mitgliederzahl von 500 überschritten. Auf der Weihnachtsfeier begrüßten die Anwesenden die neuen Mitglieder und gratulierten ihnen. Der Stadtverband hat in diesem Jahr nicht nur viele Mitglieder, sondern auch viele tatkräftige Naturschützer dazu gewinnen können.
Geselliger Rabenvogel mit Köpfchen
Mehr Infos zum Vogel des Jahres 2012 beim NABU.
Alarm für seltene Schmetterlinge in Europa
Verbände und Wissenschaftler stellen neuen Verbreitungsatlas der Tagfalter vor
Halle/Berlin. Die Gesellschaft für Schmetterlingsschutz (GfS), der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) veröffentlichten am Mittwoch den aktuellen europäischen Schmettterlingsatlas ("Distribution Atlas of Butterflies in Europe"), die größte Zusammenstellung zur Verbreitung von Schmetterlingen in Europa. "Die neuen Daten zeigen den zerbrechlichen Zustand der Tagfaltervorkommen in Europa. Um zerstreute Populationen zu vernetzen und dadurch dauerhaft zu retten, muss der Erhalt ihrer natürlichen Lebensräume dringlicher denn je vorangebracht werden", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Dabei sei insbesondere die europäische Agrarpolitik gefordert, wirksame Maßnahmen sicherzustellen. Allein der Aurorafalter könnte unter heutigen Bedingungen bis zum Jahr 2080 über 85 Prozent seines Lebensraumes verlieren.
Der Atlas beinhaltet Verbreitungskarten aller 441 europäischen Tagfalterarten. Über 400.000 Datensätze aus ganz Europa wurden dafür neu erfasst und erstmals ausgewertet. Neben der umfangreichen Bereitstellung von Informationen für die Taxonomie und Biogeographie soll der Atlas eine Grundlage für den Schutz der europäischen Tagfalter darstellen. Dazu dienen vor allem die Karten, auf denen die "Hotspots" der Faltervielfalt wie auch des Vorkommens besonders seltener und gefährdeter Arten erkennbar sind. "Betrachten wir uns die Konzentration der endemischen – also nur in Europa vorkommenden – Arten, so sticht die Bedeutung des Alpenraumes, der Kanaren sowie von Teilen des Mittelmeergebietes ins Auge", erklärte Josef Settele, einer der Mitautoren und Vorsitzender der GfS. "Dies zeigt, dass vor allem dort Veränderungen des Klimas oder auch der Landnutzung gravierende Folgen für Arten erwarten lassen, für die Europa in besonderem Maße verantwortlich ist."
Von zentraler Bedeutung ist das Engagement der insgesamt 272 ehrenamtlichen Mitarbeiter aus ganz Europa, die die Daten für den Atlas bereitgestellt haben. Die Daten aus Deutschland hat zu großen Teilen die Bundesarbeitsgemeinschaft Schmetterlinge des NABU erhoben, dem neben dem vom UFZ betriebenen "Tagfalter-Monitoring Deutschland" größten deutschen Netzwerk ehrenamtlicher Schmetterlingsforscher.
Das Atlas-Projekt wurde von Dr. Otakar Kudrna ins Leben gerufen; es ist das Ergebnis seiner langjährigen Arbeit sowie der Arbeit eines von ihm geleiteten Autorenteams. Er wird wiederum als Datenbasis für zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten dienen - ähnlich wie für den "Climatic Risk Atlas of European Butterflies", der 2008 veröffentlicht wurde und eine aktuelle Antwort auf den laufenden Klimawandel und damit ein Beitrag für die Erhaltung der Tagfalter darstellt.
Publikation:
Otakar Kudrna, Alexander Harpke, Kristian Lux, Josef Pennerstorfer, Oliver Schweiger, Josef Settele, Martin Wiemers (2011). Distribution Atlas of Butterflies in Europe. GfS, Halle, Germany. 576 pp.
Ergebnisse der Gartenvogelzählung 2011
Teilnehmerrekord in NRW - Amsel verliert Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Haussperling
So viele Vogelbeobachter und gemeldete Vögel zur "Stunde der Gartenvögel" gab es noch nie. Im Bundesland
Nordrhein-Westfalen wurden in 3483 Gärten 111297 Vögel gezählt.
Nach Herstellerangaben befinden sich mehr als 70 Millionen alte oder defekte Handys in deutschen Haushalten, Tendenz steigend. Und viel, die das lesen, werden das bestätigen können. Fast jeder Handybesitzer hat noch eines in der Schublade. Aber: Diese Geräte enthalten wertvolle Rohstoffe, die möglichst bald wieder in den Produktiosnkreislauf fließen aollten. Wenn sie im Hausmüll landen, gefährden sie die Umwelt durch Schadstoffe. Deshalb hat der NABU die Kampagne „Alte Handys für die Havel“ ins Leben gerufen. Ziel der Kampagne ist es, mehr Elektrogeräte dem Recycling zuzuführen, und möglichst viele Menschen dafür zu sensibilisieren, dass die Verwertung von Elektroschrott notwendig für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung ist. Außerdem profitiert auch noch der Naturschutz.
Möglich macht das der neue Kampagnenpartner E-Plus. Für jedes abgegebene Alt-Handy erhält der NABU bis zu drei Euro von dem Mobilfunkunternehmen. Das Geld fließt in das Naturschutzgroßprojekt Untere Havel. Die Untere Havelniederung ist das größte und bedeutsamste Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropas. Mehr als 1.100 stark gefährdete und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten kommen in der Unteren Havelniederung vor. Der NABU will den Fluss in den kommenden zwölf Jahren wieder naturnah gestalten und in der Region Naturparadiese schaffen.
Bochumer Bürger können ihr altes Handy bei der Geschäftsstelle des NABU Stadtverbandes abgeben. Einfach in den Briefkasten werfen, um den Rest kümmern wir uns dann: NABU Bochum, Am Lohberg 2, 44803 Bochum. Auf diesem Weg kamen im vergangenen Jahr immerhin schon 300 Handys zusammen, die ihren Beitrag zum Naturschutz und für die Kreislaufwirtschaft geleistet haben.
Mehr Infos dazu beim
NABU, dort auch weitere
Havel-Infos.

- Geben auch Sie Ihr ...

- altes Handy bei einer NABU-Sammelstelle ab.
Was versteckt sich auf diesem Foto?

Gar nicht schwer zu erraten für die Kinder, die an der Amphibienexkursion teilgenommen haben.
RWE-Großmann ist Umwelt-Dino des Jahres
Berlin – „Mit Ihnen, Herr Großmann, zeichnet der NABU einen wahren Dinosaurier der Energiepolitik aus, der aggressiv die offensichtlich nicht beherrschbare Atomkraft verteidigt, statt konstruktiv an einer ökologischen Energiewende mitzuwirken“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke bei der Übergabe des Anti-Umweltpreises „Dinosaurier des Jahres 2010“ an Dr. Jürgen Großmann, Vorstandsvorsitzender des RWE-Konzerns.
Der NABU warf dem RWE-Chef vor, mit der Klage und dem intensiven Lobbying für eine Laufzeitverlängerung den längst bestehenden gesellschaftlichen Konsens zum Ausstieg aus der Atomkraft aufgekündigt zu haben. „Zugleich gewinnt RWE bis heute lediglich fünf Prozent seiner Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien“, kritisierte Tschimpke. „Zudem ist die angeblich drohende Stromlücke in Wirklichkeit eine Stromlüge, an der RWE weiter strickt, statt endlich in den dezentralen Ausbau der regenerativen Energiegewinnung zu investieren.“ Das sei auch im Interesse der kommunalen RWE-Aktionäre.
Mehr dazu auf tagesschau.de und NABU.de.
Vogelstimmenexkursion
Bei strahlendem Sonnenschein, jedoch nur 5° Außentemperatur um 8:00 Uhr, fanden sich am Eingang des Botanischen Gartens 22 Natur- und Vogelfreunde ein, um an einer Vogelstimmen-Exkursion für Einsteiger teilzunehmen. Nach der Begrüßung und einer kurzen Einführung gingen wir durch den Botanischen Garten, Klosterbusch, Freifläche Wetterstation, Teiche Lottental und rückwärtig durch den Botanischen Garten zum Ausgangspunkt zurück. Auf unserem 2 1/2-stündigen Rundgang konnten wir 37 Vogelarten u.a. durch Rufe und Gesang bestimmen.
Unsere Highlights waren drei verschiedenen Mittelspechte, von denen sich zwei durch ihre quäkenden Rufe meldeten und dadurch dann auch gut zu beobachten waren. Auch Kernbeißer, Misteldrossel, Sommer-goldhähnchen, Grünspecht, Hohltaube, Mönchsgrasmücke, Singdrossel und Gimpel gaben uns reichlich Gelegenheit, ihren Vogelstimmen zu lauschen. Eine Mönchsgrasmücke irritierte uns, in dem sie den Gesang einer Nachtigall imitierte.
Alle Teilnehmer zeigten sich aufmerksam und wissbegierig.
Das Informationsmaterial vom NABU wurde gerne angenommen.
Artenliste nach Svensson:
- Stockente
- Fasan
- Graureiher
- Mäusebussard
- Straßentaube
- Hohltaube
- Ringeltaube
- Grünspecht
- Buntspecht
- Mittelspecht
- Bachstelze
- Heckenbraunelle
- Rotkehlchen
- Singdrossel
- Misteldrossel
- Amsel
- Mönchsgrasmücke
- Dorngrasmücke
- Fitis
- Zilpzalp
- Wintergoldhähnchen
- Sommergoldhähnchen
- Zaunkönig
- Kohlmeise
- Blaumeise
- Weidenmeise
- Schwanzmeise
- Kleiber
- Gartenbaumläufer
- Elster
- Eichelhäher
- Rabenkrähe
- Buchfink
- Grünfink
- Gimpel
- Kernbeißer
- Goldammer
AKWs abschalten – und zwar jetzt!
Fukushima heißt Abschalten! Schon mehr als 280.000 Bürger unterzeichneten den großen Ausstiegs-Appell von Campact.
Atomkraft? Nein Danke!
Liebe Naturfreunde,
viele Bochumer sind erschüttert von den Ereignissen in Japan und zeigen ihr Mitgefühl mit den Angehörigen und Opfern der Katastrophe. Mit einer Demonstration am Sonntag und einer Mahnwache am heutigen Montag fordern sie den sofortigen Ausstieg aus der Atomwirtschaft.
Und nicht nur in Bochum.
In 450 Orten haben sich mehr als 100.000 Menschen in Deutschland an Mahnwachen beteiligt.
Mehr dazu unter www.ausgestrahlt.de.
NABU: Atomenergie bleibt unbeherrschbar
12. März 2011 - „Die entsetzliche Atomkatastrophe in Japan in Folge des Erdbebens ist ein klarer Beweis dafür, dass Atomenergie auch in modernen Industrienationen eine offensichtlich nicht zu verantwortende Hochrisikotechnologie ist“, mahnt NABU-Präsident Olaf Tschimpke: „Unser Mitgefühl gilt zuallererst den zahllosen Opfern der Erdbeben und Tsunamis. Aber die jetzt drohenden verheerenden Folgen für Mensch und Natur durch die beschädigten Atomanlagen sind ein Menetekel und zeigen, dass der Mensch diese Technologie nicht unter Kontrolle hat."
Tschimpke fordert die Bundesregierung auf, den Beschluss über die Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke unverzüglich rückgängig zu machen und die ältesten AKW sofort stillzulegen. „Es gibt nur eine Lösung: Abschalten, Abschalten, Abschalten! Weg von dieser Energieform, weltweit und auch in Deutschland - und zwar so schnell wie möglich!", betont der NABU-Präsident.
mehr unter www.nabu.de, siehe auch greenpeace: Super-GAU in Fukushima 1
Fukushima ist überall - Atomausstieg jetzt!
Eine Menschenkette für den Atomausstieg
NABU ruft zum Mitmachen am 12. März in Baden-Württemberg auf
23. Februar 2011 - Der NABU ruft zur Teilnahme an der Menschenkette gegen Atomkraft am 12. März vom Atomkraftwerk Neckarwestheim bis nach Stuttgart auf.
mehr unter www.nabu.de
siehe auch SWR.de: Tausende Atomkraft-Gegner bilden Menschenkette
Naturbegegnungen im Ruhrgebiet 2011
Die NABU-Verbände Bottrop, Dortmund, Duisburg, Ennepe-Ruhr-Kreis, Herne, Oberhausen, Recklinghausen, Ruhr (Essen/Mülheim), Unna und Bochum haben wieder einen gemeinsamen Veranstaltungskalender herausgebracht.
Sie können diesen Flyer bei Ihrem regionalen Ansprechpartner erhalten oder mit Klick auf das Bild links als PDF-Datei downloaden.
Übrigens: Die Internet-Adressen aller NABU Stadtverbände im Ruhrgebiet finden sie hier.
Kleiner Vogel mit großen Ansprüchen
Der Gartenrotschwanz ist „Vogel des Jahres 2011“
Berlin - Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben heute in Berlin den Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) zum „Vogel des Jahres 2011“ gekürt. Der früher weit verbreitete und recht häufige Singvogel mit dem namensgebenden ziegelroten Schwanz ist heute in vielen Regionen selten geworden. Besonders im Westen Deutschlands ist er aus zahlreichen Dörfern und Kleinstädten verschwunden. Immer weniger Gärten genügen heute noch seinen Ansprüchen.
„Im Jahr des Gartenrotschwanzes wollen wir auf die Gefährdung dieses farbenprächtigen Vogels aufmerksam machen und zeigen, dass oftmals schon mit einfachen Mitteln neue Lebensräume wie Streuobstwiesen geschaffen werden können“, sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. Gartenrotschwänze brauchen Nisthöhlen, wie sie vor allem in alten Obstbäumen zu finden sind. Streuobstwiesen zählen daher zu den typischen Lebensräumen. Mit ihren hochstämmigen Obstbäumen, die ein hohes Alter erreichen können, bieten sie sowohl geeignete Brutplätze als auch die notwendigen Sitzwarten, von denen die Vögel nach Insekten jagen.
„Die Bestände des Gartenrotschwanzes sind im selben Maße zurückgegangen, wie die Streuobstgürtel um unsere Ortschaften Neubaugebieten und Obstplantagen weichen mussten“, erläuterte der LBV-Vorsitzende Ludwig Sothmann.
Bundesweit gibt es nach Schätzungen der beiden Verbände höchstens noch 300.000 Hektar Streuobstwiesen. Damit nicht noch mehr verloren geht, müssten die Betreiber solcher Flächen faire Preise für ihr Obst erhalten. „Die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen muss sich wieder lohnen“, so Opitz. Der NABU hat 1988 das „Streuobst-Qualitätszeichen“ ins Leben gerufen. Es garantiert den Erzeugern höhere Preise und den Verbrauchern hochwertige Streuobstprodukte.
Neben Obstwiesen sind strukturreiche Kleingartenanlagen mit altem Baumbestand zunehmend von Bedeutung. Hier findet der Gartenrotschwanz oftmals letzte Rückzugsräume. Zum Schutz des schlanken, etwa 14 Zentimeter großen Singvogels, fordern NABU und LBV auch ein Umdenken bei der Gestaltung von Gärten und Parks, denn der Gartenrotschwanz braucht abwechslungsreiche Landschaften. Auf sterile Rasenflächen, fremdländische Gehölze und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln müsse zugunsten von natürlicher Vielfalt verzichtet werden. In passender Umgebung kann dem Gartenrotschwanz auch mit speziellen Nistkästen geholfen werden.
Der Bestand des Gartenrotschwanzes in Deutschland wird auf 110.000 bis 160.000 Brutpaare geschätzt. Noch vor 30 Jahren war er etwa drei- bis viermal so hoch. Als Insektenfresser lebt der Gartenrotschwanz nur im Sommerhalbjahr bei uns. Den Winter verbringt er in den afrikanischen Savannen südlich der Sahara. Auch dort und entlang seiner Zugwege ist er etlichen Gefahren ausgesetzt. Großflächige Monokulturen verdrängen mehr und mehr die natürliche Baumsavanne und nicht wenige der Vögel werden Opfer der in manchen Ländern noch üblichen Singvogeljagd. Langfristig könnten allerdings die Folgen des Klimawandels schwerwiegender sein. Dürreperioden im Mittelmeerraum und in der Sahelzone nehmen zu, die von den Vögeln zu überwindenden Wüsten dehnen sich von Jahr zu Jahr weiter aus.
Weitaus bekannter und häufiger als der Gartenrotschwanz ist sein naher Verwandter, der schlichter gefärbte Hausrotschwanz. Dieser stammt ursprünglich aus felsigen Bergregionen. Als Kulturfolger hat er sich unsere Städte als „Ersatzfelsen“ erobert. Garten- und Hausrotschwanz werden daher leicht miteinander verwechselt.
Für Rückfragen:
Dr. Markus Nipkow
NABU-Referent für Vogelschutz
Tel. 030-284984-1620
Pressefotos
Ausführliche Infos zum Vogel des Jahres 2011
Online-Spiel „Super-Gero“
Wer kennt den Ruf der Steinklinke?
NABU Bochum sucht die Geburtshelferkröte
Steinklinke, nur die wenigsten Menschen werden heute noch wissen, wer sich hinter diesem volkstümlichen Namen verbirgt. Etwas geläufiger ist zumindest älteren Menschen noch der Begriff "Glockenfrosch", der das gesuchte Tier schon etwas näher beschreibt. Dabei handelt es sich eigentlich nicht um einen Frosch, sondern um die nur etwa 5 cm große, unscheinbar braun-grau gefärbte Geburtshelferkröte.
Die Tiere sind nachtaktiv und leben sehr versteckt, so dass man sie nur selten zu sehen bekommt. Sie machen jedoch zwischen April und Juli durch ihren "glockenhellen" Ruf – ein melodischer, kurzer Pfeifton – auf sich aufmerksam. Diesem charakteristischen Paarungsruf und der Art ihrer bevorzugten Versteckplätze in Siedlungsnähe, nämlich Steinhaufen, alte Bruchsteinmauern oder auch locker aufliegende Gehwegplatten, verdankt die Art den Namen "Steinklinke". Der Paarungsruf wird übrigens von Männchen und Weibchen geäußert. Er ist vor allem in der Abenddämmerung, gelegentlich aber auch am Tage zu hören.
Im Stadtgebiet von Bochum ist die Geburtshelferkröte nur noch selten anzutreffen. Viele frühere Vorkommen im Bochumer Süden sind in den letzten Jahren erloschen. Fast in allen Fällen ist der Verlust des Lebensraums die Ursache. Ein Trend, der auch in anderen Landesteilen Nordrhein-Westfalens beobachtet wird. Die Geburtshelferkröte ist deshalb auch in der neuen Roten Liste von NRW aufgeführt worden. Es gibt nur noch wenige individuenreiche Vorkommen, das nördlichste liegt schon fast an der nördlichen Verbreitungsgrenze Westfalens im NSG Blumenkamp im Stadtteil.
Um noch alle in Bochum vorhandenen Population zu finden, führt der NABU Bochum in diesem Jahr eine Bestandaufnahme der Geburtshelferkröte im Bochumer Stadtgebiet durch. Die Ergebnisse sollen später dazu dienen, Vorschläge zur Verbesserung der Landlebensräume und Laichgewässer machen zu können und auch als NABU selbst Schutzmaßnahmen durchführen. Oft kommt die Geburtshelferkröte ganz in der Nähe des Menschen in Steingärten oder Natursteinmauern vor. Neben unserer eigenen Suche, sind wir deshalb auf Hinweise von Bürgern angewiesen: Wo ist der Ruf der Geburtshelferkröte in Bochum noch zu hören? Die Geschäftsstelle des NABU Bochum nimmt gerne Ihre Hinweise entgegen! (Telefon 0234 / 5 47 47 00 oder Mail an info(at)nabu-bo.de)
Der deutsche Name "Geburtshelferkröte" geht auf das ungewöhnliche Fortpflanzungsverhalten der Art zurück. Die Paarung findet nicht im Wasser, sondern an Land statt. Dabei wickelt sich das Männchen die befruchteten Eischnüre um die Hinterbeine und trägt diese mehrere Wochen mit sich herum. Es sucht erst dann ein geeignetes Laichgewässer auf, wenn die Kaulquappen aus den Eiern schlüpfen. Dieses Verhalten ist für Froschlurche in Mitteleuropa einmalig.
Die Kaulquappen sind beim Schlupf deutlich größer und weiter entwickelt als die Larven anderer Froschlurche. Sie überwintern häufig im Wasser, wachsen dann zu einer auffälligen Größe von bis zu 8 cm heran und gehen erst im Folgejahr als junge Kröten an Land. Die nördliche Verbreitungsgrenze der Art verläuft innerhalb Deutschlands quer durch Nordrhein-Westfalen. Die Geburtshelferkröte ist in unserem Bundesland überwiegend im Bereich der Mittelgebirge vertreten.
Neue Nisthilfen für Bochumer Schleiereulen
Seit Mitte November sind die Eulenschützer des NABU Bochum gut beschäftigt. Nach einem öffentlichen Aufruf im vergangenen Jahr, haben sich zahlreiche Bürger gemeldet, die bereit wären, eine Nisthilfe für Schleiereulen an ihrem Haus oder geeigneten Nebengebäuden installieren zu lassen.
In den anschließenden Wochen wurde nach einem telefonischen Vorgespräch mit den verbliebenen Interessenten mit aussichts-reichen Bedingungen für Schleiereulen ein Besichtigungstermin ausgemacht.
Am Ende waren es zehn Gebäude, zumeist im ländlicheren Außenbereich von Bochum, die nach dieser zeitaufwendigen Sichtungsphase übrig blieben für eine Nistkasten-Installation. Die Nisthilfen mussten zum großen Teil für die Standorte gebaut oder sogar teilweise speziell angepasst werden. Vor Beginn der Brutsaison sind sieben der insgesamt zehn Kästen an Ort und Stelle angebracht.
Die Ornithologen des NABU Stadtverbandes sind gespannt, welche schon in diesem Jahr für die Brut angenommen werden. Noch lässt sich nicht genau sagen, wie sich der Winter auf den Bestand der Schleiereulen ausgewirkt hat. "Uns Menschen kam der Winter zwar sehr lang vor, aber den ganz starken und langen Frost und auch eine hohe Schneedecke gab es nicht, so dass die Nahrungssituation wahrscheinlich nicht ganz so dramatisch für die Eulen war", sagt Mathias Krisch, Vorsitzender des NABU Bochum.




























